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Zschöpel im Altenburger Land/Ostthüringen

Zschöpel

Wie bereits erwähnt ist Zschöpel ein Ortsteil der Gemeinde Ponitz im thüringischen Landkreis Altenburger Land. Der Fluss Pleiße fließt direkt am Ort vorbei. Der Ort liegt auf einer Höhe von 214 m bis 255 m NN. Er besitzt eine Gemarkungsfläche von 278 ha. Ungefähr 120 Einwohner leben hier. Ebenfalls führt die Bahnlinie Leipzig-Hof an dem Ort vorbei. Die nächstgelegenen Bahnhöfe sind Ponitz (1 km) und Gößnitz (3 km). Außerdem befindet sich der Ort unweit der Bundesautobahn 4 (Eisenach-Dresden), erreichbar über die Anschlusstellen 61 Schmölln (5 km) und 62 Meerane (6 km). Die Bundesstraße 93 verläuft östlich von Zschöpel und ist über die Anschlusstellen Guteborn (3 km), Merlach (1,5 km) und Gößnitz-Süd (2 km) zu erreichen.

Das Dorf wurde erstmals 1140 als Tscheppelaw erwähnt, andere Quellen nennen 1336 oder unwahrscheinlicher 1495.

Es ist ein klassisches Altenburger Bauerndorf mit ehemals 12 Vierseitenhöfen und einem Dreiseitenhof, wobei nur noch 6 Vierseithöfe und der Dreiseithof komplett vorhanden sind.
Zwei ehemalige Vierseithöfe besitzen nur noch ein Gebäude. Das ist zum einen die heutige Pension, die das Wohnhaus des Hofes darstellte und zum anderen die Scheune, die heute zum Grundstück Nr 45 gehört, erkennbar an ihrem Walmdach. Ein Hof besitzt noch zwei Gebäude, dieser stellt die Nr 5 dar, wobei noch das Wohnhaus und ein Stall stehen. Bei zwei Höfen (Nr 4 und Nr 46) stehen noch drei Gebäude, es fehlt jeweils ein Stall. Ein Hof wurde komplett abgerissen, er befand sich auf dem Grundstück Nr 53. Zuletzt standen hier noch das Wohnhaus und ein Stall, diese wurden Ende 2014 abgerissen.

Weiterhin bestehen im Dorf auch mehrere Häusleranwesen, 17 an der Zahl. Sie entstanden hauptsächlich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sieben von ihnen sind sogenannte Winkel- oder Zweiseithöfe, erkennbar an ihrer L-Form. Dabei entstand häufig erst ein Gebäudeteil und der Eckbau wurde später aus Gründen des Platzmangels hinzugefügt.

Ab ungefähr 1850 wurde zunehmend massiv gebaut und nicht mehr in Fachwerkbauweise. Ein Tribut an die Industrialisierung, die auch in Zschöpel Einzug hielt. Neben traditionellen Handwerksberufen entstanden so eine Zementwarenfabrik, ein Färberei/Bleicherei, eine Hosenträgerfabrikation, ein Möbelgeschäft und ein Materialwarengeschäft. Es entstanden bis 1915 13 weitere Gebäude. Zwischen den Weltkriegen dann noch einmal fünf. Zwei Gebäude entstanden kurz nach Kriegsende, drei nach der politischen Wende 1989.

Außerdem besitzt Zschöpel in der Ortslage Dreußen, die offiziell nicht mehr existiert, eine Villa und einen reich verzierten Dreiseithof, früher vierseitig. Das Gemeindehaus wurde zur Zeit der großen Wohnungsnot nach dem ersten Weltkrieg errichtet. Die Zschöpeler Landpension ist in dem Wohnhaus eines ehemaligen Vierseithofes untergebracht.





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