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Zschöpel im Altenburger Land/Ostthüringen

Ausflugsziele

Zschöpel liegt im Osten der einzigartigen Thüringer Kulturlandschaft. Begünstigt durch den Feudalabsolutismus und die Zersplitterung in winzige Herzog- und Fürstentümer entstanden zahlreiche repräsentative Schlossbauten.

Skat- und Residenzstadt Altenburg (Entfernung ca. 15 km)

Altenburg, weltweit bekannt für seine Spielkartenproduktion und das hier erfundene Kartenspiel Skat, war von 1603 bis 1918 Residenzstadt des Herzogtumes Sachsen-Altenburg. Die Stadt wurde weder während des Zweiten Weltkrieges, noch zu DDR-Zeiten seiner bedeutenden historischen Bausubstanz beraubt. So gehört sie zu den sehenswertesten Städten Deutschlands.

Einzigartig sind wohl das Residenzschloss mit dem Schloss- und Spielkartenmuseum, das renommierte Lindenaumuseum, welches in das Blaubuch der 20 wichtigsten Kultureinrichtungen Ostdeutschlands aufgenommen wurde, und das Naturkundliche Museum Mauritianum, welches zum Beispiel den weltweit größten Rattenkönig ausstellt. Weitere Museen sind das Brauereimuseum der Altenburger Brauerei, das Schnapsmuseum der Altenburger Destillerie- und Liquerfabrik und der wohl ebenfalls in Deutschland einmalige Historische Friseursalon, dieses ehemalige Geschäft weist noch das komplette Inventar der 1920er Jahre auf.

Unbedingt gesehen haben muss man außerdem das 1871 errichtete Herzogliche Hoftheater; die 1172 geweihten Roten Spitzen, ein ehemaliges Augustinerkloster, welches unter Barbarossa entstand; das Renaissancerathaus, welches zu den bedeutensten im deutschsprachigem Raum gehört; den Großen Teich, auf dem Tret- oder Ruderboot gefahren werden kann und in dessen Mitte sich der in Deutschland einzigartige Inselzoo befindet; den Schlosspark mit den barocken Gebäuden Teehaus und Orangerie; für Skatfreunde eine Verpflichtung, das weltweit einzige Denkmal an ein Kartenspiel, der 1903 geweihte Skatbrunnen; und und und ...

schauen Sie doch einfach in der Tourismusinformation vorbei




Deutsches Landwirtschaftsmuseum Schloss Blankenhain
(Entfernung ca. 16 km)

Das barocke Schloss Blankenhain wurde um 1700 errichtet. 1981 wurde ein Freilichtmuseum eingerichtet, welches 2006 zum Deutschen Landwirtschaftsmuseum umgewandelt wurde. Gezeigt wird die landwirtschaftliche Entwicklung Mitteldeutschlands vom 18. Jahrhundert bis heute.

Freilichtmuseum


(Bild: André Karwath, Zwickau)


Stadtkirche, Pfarrhof, Heimatmuseum und Kabarett Gößnitz

(Entfernung ca. 3 km)


Gößnitz ist die nächstgelegene Stadt von Zschöpel und besitzt ungefähr 3500 Einwohner. Bemerkenswert ist beispielsweise die spätgotische Stadtkirche St. Annen aus dem Jahre 1491, die Innengestaltung ist neogotisch. Direkt neben der Kirche befindet sich der ehemalige Pfarrhof aus dem Jahre 1653, heute stehen nur noch zwei von ursprünglich vier Gebäude. Das Kantorat ist ein Umgebindehaus und komplett im Fachwerkstil erhalten. Die Stadt besitzt ebenfalls ein Museum, die sogenannte
Heimatstube. Das Fachwerkhaus stammt ungefähr aus dem Jahre 1800 und wurde im Jahr 2000 eröffnet. Thematisiert werden Ur- und Frühgeschichte sowie Industriegeschichte der Stadt. Am Bekanntesten dürfte indes allerdings das Kabarett Nörgelsäcke sein, indem häufig auch andere Entertainer gastieren. Außerdem besitzt die Stadt ein in den 1950er Jahren errichtetes Freibad mit Drei- und Fünfmeterturm.

Gößnitz und Zschöpel werden durch einen Jakobsweg verbunden, der die alte via imperii darstellt, die Reichsstraße von Venedig nach Berlin.





Probsthof Kummer
(Entfernung ca. 4 km)

Der Probsthof von Maike und Jörg Probst im Ort Kummer ist ein kleiner ländlicher Zirkus. In der zur Manege ausgebauten Scheune mit 120 Sitzplätzen können unterschiedliche Tierveranstalungen erlebt werden. Mit dabei sind eine in Europa einmalige Pavianshow oder die Haustiershow mit dem ungarischen Wollschwein oder mit diversen Vögeln. Der Hof ist sehr familienfreundlich, so ist der Besuch für Kinder, aber auch für Senioren ein einmaliges Erlebnis. Wer mit Auto oder Bus anreist findet direkt am Hof einen Parkplatz, außerdem besitzt dieser ein eigenes Hofcafé und die Familie Probst bietet auch Ferienwohnungen an.

Website von Maike und Jörg Probst






Gemeinde Löbichau
(Entfernung ca. 13 km)

Die Gemeinde Löbichau gelegen zwischen Gera und Schmölln besitzt eine Fülle an Sehenswürdigkeiten. Im Ortsteil Beerwalde ist noch der komplett historische Ortskern mit typischen Altenburger Vierseithöfen erhalten. 1820 war hier ein verheerender Dorfbrand, so dass nahezu alle Gehöfte und die barocke Dorfkirche neu aufgebaut werden mussten. Beerwalde, Drosen und Löbichau waren zu DDR-Zeiten vom Uranbergbau der SDAG Wismut betroffen, heute zeugen davon noch die renaturierte Halde Beerwalde und der Förderturm des ehemaligen Schachtes Drosen. Als Begleitprojekt der BUGA 2007 in Gera und Ronneburg wurde das gesamte Gebiet touristisch unter dem Namen Resurrektion Aurora erschlossen. So entstanden Rad- und Wanderwege, Schautafeln und es wurden zum Beispiel zum Bergbau benötigte Maschinen aufgestellt. Löbichau besitzt ein bedeutsames Schloss, das klassizistische Bauwerk aus den Jahren 1796 und 1798 war Sitz der Fürstin "Anna Dorothea von Kurland". So kamen zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten dieser Zeit wie Goethe oder Napoleon an den Hof. An das Schloss schließt ein englischer Garten an. Eine einzige barocke Parkanlage ist ebenfalls der von Dorothea von Kurland angelegte Ortsteil Tannenfeld. Er besteht aus einem Schloss und einigen Kurgebäuden des 19. Jahrhunderts. Heute steht die Anlage leer und soll verkauft werden. Der Ortsteil Großstechau, der sich direkt an Löbichau anschließt beherbergt eine spätgotische Kirche aus dem Jahr 1494. Sie wurde unter Herzogin von Kurland barock umgestaltet, so erhielt sie 1793 ihren Westanbau, die Orgel der Gebrüder Poppe aus Stadtroda folgte in den Jahren 1797/98.

Website der Gemeinde Löbichau





Bockwindmühle Lumpzig
(Entfernung ca. 17 km)

Etwas abseits des Lumpziger Ortsteiles Hartha befindet sich die letzte Bockwindmühle des Altenburger Landes aus dem Jahre 1732 und gilt somit als eine der ältesten Bockwindmühlen Deutschlands. Sie ist komplett saniert worden unter der Regie des Vereins Altenburger Bauernhöfe, der auch das beliebte Mühlenbrot vertreibt. 2012 wurde die Kulturscheune, ein Offenstall aus dem Jahr 1957, an der Mühle zur Ausrichtung von Konzerten oder Festen aufgestellt. Unweit der Mühle befindet sich die Käserei Altenburger Land, die Altenburger Ziegenkäse herstellt, der Grüne Altenburger ist Deutschlands beliebteste Ziegenkäsemarke.

Bockwindmühle





Renaissanceschloss und Barockkirche Ponitz
(Entfernung ca. 1 km)

Der Hauptort der Gemeinde besitzt zwei Kleinodien, die ihres gleichen suchen. Das Renaissanceschloss wurde von 1568 bis 1574 aus einer Wasserburg umgebaut, erkennbar ist das noch am "Knick" in der Fassade und im Erdgeschoss.

Die barocke Friedenskirche wurde von 1732 bis 1734 errichtet und erhielt 1737 eine Orgel des berühmten Freiberger Orgelbauers Gottfried Silbermann. Sie wurde im Stile des Bauernbarock ausgeführt und ist das 40. Werk des bedeutensten sächsischen Orgelbauers.

Über das Jahr verteilt finden zahlreiche Konzerte in beiden Gebäuden statt, Highlight ist die Schloss- und Kirchennacht im September, in Anlehnung an die in Altenburg stattfindende Schloss- und Museumsnacht im Mai. Dabei sind sowohl Kirche als auch Schloss geöffnet und Schauplatz zahlreicher Kulturangebote.

Konzerte in der Kirche

Veranstaltungen im Schloss




Burg Posterstein (Entfernung ca. 15 km)

Die mittelalterliche Burg Posterstein entstand ungefähr um 1200 und beherbergt heute ein Museum. Sie ist das Wahrzeichen des Ortes und thront aufgrund ihrer Lage auf einem Bergsporn über dem gesamten Sprottetal. Zu der Burg gehört auch die spätgotische Burgkirche aus dem 16. Jahrhundert, die ein wertvolles barockes Schnitzwerk des Johannis Hopf aus dem Jahr 1689 besitzt. Der Ort Posterstein selbst ist sehr sehenswert, durch die zahlreichen Fachwerhäuser, zum Beispiel dem Kunst- und Kräuterhof, einem typischen Altenburger Vierseithof.

Museum Burg Posterstein


Gemeinde Posterstein






BUGA-Stadt Ronneburg (Entfernung ca. 20 km)

Ronneburg, einst bekannt als Wismut-Stadt, erfuhr durch die Bundesgartenschau (BUGA) im Jahr 2007 zusammen mit Gera eine regelrechte Neugestaltung. Die ursprünglichen Uranabbauflächen wurden teuer renaturiert und umgestaltet. So entstandt die Neue Landschaft mit Attraktionen wie der Drachenschwanzbrücke, der begehbaren Landkarte mit Aussichtsturm, Wismutmuseum und vielem mehr.

Auch die Stadt selbst ist sehr sehenswert, obwohl sie mit knapp 5000 Einwohnern sehr klein ist. Doch sie besitzt zum Beispiel ein Schloss mit Stadt- und Schulmuseum, eine spätgotische Hallenkirche oder ein Renaissancerathaus aus dem Jahr 1529. Der Markt, der Kirchplatz und die angrenzenden Altstadtgassen innerhalb der Stadtmauer mit vielen sanierten Fachwerkhäusern sind genauso sehenswert.

Zwei technische Denkmale in der Stadt widmen sich der Bergbautradition, zum einen die Bogenbinderhalle mit Schaubergwerk und zum anderen der Förderturm des Schachtes 407, der ebenfalls täglich zu Führungen einlädt.

Touristische Angebote der Stadt Ronneburg

Etwas abseits der Stadt an das Dorf Reust angrenzend befindet sich ein 21 hoher begehbarer Bismarckturm. Er wurde 1902 eingeweiht.





Knopfstadt Schmölln (Entfernung ca. 6 km)

Die Stadt Schmölln ist bekannt für ihre Knopfproduktion. Dieser ist auch das 1997 eingerichtete Knopf- und Regionalmuseum gewidmet. Im Jahr 1861 wurde begonnen Knöpfe aus Steinnüssen zu produzieren, bis 1914 enstanden weitere 13 Knopffabriken. In zwei Gebäuden können zahlreiche Maschinen besichtigt werden.

Die Stadt besitzt ähnlich wie Altenburg einen langgestreckten Marktplatz mit vielen sanierten Fachwerkhäusern. Dort spielt sich auch heute noch das gesellschaftliche Leben ab, denn Schmölln hat seine hohe innerstädtische Einkaufskultur erhalten. Auf dem Markt befindet sich auch das gotische Rathaus, nebenan die spätgotische Stadtkirche "Sankt Nikolai" aus dem Jahre 1499, sie besitzt die größte Orgel des Altenburger Landes. Ebenfalls unweit davon entfernt ist ein begehbarer Rest der alten Stadtmauer mit hölzernem Turm.

Abseits der Innenstadt auf dem Pfefferberg steht der 1893 eingeweihte Ernst-Agnes-Turm, er kann von Mai bis Oktober bestiegen werden. Von dem 30 Meter hohen Bauwerk bietet sich ein imposanter Blick auf die Stadt und in die Landschaft.

Am südwestlichen Ortsausgang in Richtung Ronneburg befindet sich das Erlebnisbad tatami. Es besitzt zudem einen großen Saunabereich und im Sommer kann das angeschlossene Freibad genutzt werden.

Sehenswürdigkeiten der Stadt Schmölln